Mentale Gesundheit im Alltag: Was LavendelGrün bedeutet
- Corinna Fleiß

- 2. Juni 2025
- 3 Min. Lesezeit

Farben, die beruhigen – Worte, die gut tun
Lavendel und Grün sind für mich keine dekorativen Farben, sondern innere Bilder. Sie stehen für ein ruhiges Daseinlassen, für Weite und für einen sanften Blick auf das Leben – auch dort, wo es schwierig wird.
Drei Worte tragen diesen Blick: Sicherheit – Vertrauen – Loslassen.
Sie beschreiben keine Ziele, sondern innere Bewegungen, die viele Menschen kennen: das Schwanken, das Halten und das Sich-lösen-können – manchmal leise, manchmal mühsam, oft gleichzeitig.
Diese prägen auch das, wofür LavendelGrün steht: ein Ort, an dem inneres Erleben nicht repariert, sondern verstanden werden darf.
Warum mentale Gesundheit heute bedeutsam ist
Mentale Gesundheit bedeutet hier nicht, „stark“ zu sein oder Belastungen rasch zu bewältigen. Sie zeigt sich vielmehr darin, innerlich Kontakt zu bleiben mit dem, was gerade geschieht – mit Gedanken, Gefühlen und körperlichen Reaktionen.
Nicht alles muss verändert werden.
Oft geht es darum, wahrzunehmen, wie sich das eigene Befinden im Alltag zeigt, verschiebt oder verdichtet.
Unsere Gegenwart ist geprägt von Tempo, Leistungsdruck und einer dauernden Informationsflut. In Gesprächen und Beobachtungen wird sichtbar, wie selbstverständlich Stress, Unruhe und Erschöpfung geworden sind – und wie häufig die leise Angst auftaucht, nicht genug zu sein.
Mentale Gesundheit wird in diesem Kontext weniger zu einer Eigenschaft und mehr zu einem Beziehungsgeschehen:
Wie gehe ich mit mir um, wenn es eng wird?
Wie viel Raum bekommt meine Unsicherheit?
Wo kann Vertrauen wachsen?
Und wann wird Loslassen möglich?
Oft merken Menschen erst spät, dass sie Unterstützung gebraucht hätten – manchmal erst, wenn die innere Belastung schon sehr groß ist. LavendelGrün will nicht warnen, sondern früher Sprache geben: bevor etwas kippt, bevor sich etwas verhärtet.
Wofür LavendelGrün steht
Bei LavendelGrün geht es um das leise Innenleben des Alltags: um Selbstzweifel, Überforderung, Angst, Scham, Traurigkeit – und um Momente von Wärme, Verbundenheit und Stille.
Diese Erfahrungen betreffen Menschen in sehr unterschiedlichen Lebensphasen und Situationen. Sie gehören nicht einer bestimmten Gruppe – sie gehören zum Menschsein.
LavendelGrün beschreibt, was da ist, statt vorzugeben, was sein soll.
Es ist kein Ratgeberraum, kein Optimierungsprojekt, kein Selbsthilfebuch in Blogform – sondern ein Beobachtungsraum für inneres Erleben.
Was Leser:innen hier begegnen
Es gibt persönliche Gedanken, behutsame Einordnungen und auch wissenschaftliche Perspektiven – jedoch ohne Anspruch auf Lösungen und Rezepte.
Im Mittelpunkt stehen Fragen, Beobachtungen und kleine innere Bewegungen: Momente, in denen etwas klarer wird, ohne dass sich etwas auflöst.
Es geht nicht um Selbstoptimierung, sondern um Verbindung:
mit dem eigenen Erleben,
mit anderen Menschen,
und mit dem Leben selbst.
Fragen als offene Resonanz
Diese folgenden Fragen laden nicht zum Handeln ein – sie dürfen einfach im Raum stehen:
Wie geht es mir gerade – körperlich und emotional?
Was hat mich heute gestresst – und was hat mich getragen?
Wann habe ich mich das letzte Mal sicher und ruhig gefühlt?
Welche Gedanken begleiten mich häufig im Alltag?
Was geschieht in mir, wenn alles zu viel wird?
Was möchte ich mir manchmal erlauben, ohne es leisten zu müssen?
Sie sind keine Checkliste, sondern Spiegel: sanfte Möglichkeiten, das eigene Erleben wiederzuerkennen.
LavendelGrün als Haltung
LavendelGrün ist leise sichtbar.
Es greift nicht ein.
Es hält aus.
Es benennt, statt zu bewerten.
Hier dürfen Menschen einfach lesen, ohne etwas tun zu müssen.
Verstehen ist schon genug.
Der Mehrwert entsteht nicht durch Verdrängung, sondern durch Wiedererkennen:
das Gefühl, nicht falsch zu sein.
Vielleicht beginnt mentale Gesundheit dort, wo wir uns erlauben, uns ganz sicher zu sein.
